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Dinah Stollwerck-Bauer, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Lene-Weser; Christine Karasch, Regionsrätin Region Hannover und Dezernetin für Umwelt, Planen und Bauen und Jens Mennecke, Referatsleiter im Nds. Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung; Maren Krämer, Regionalmanagerin der LEADER-Region ganz rechts auf dem Bild, moderierte die Podiumsdiskussion (Foto: Stadt Wunstorf)
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Regionalforum der LEADER-Region Meer & Moor mit gut 100 Gästen auf Schloss Landestrost

Wunstorf – Donnerstagabend luden Neustadt a. Rbge, Wunstorf und Wedemark ins Schloss Landestrost ein, um die insgesamt 41 Projekte vorzustellen, die bis heute mit Hilfe finanzieller Unterstützung von der europäischen Union angeschoben wurden.

Unter dem Titel „Europa bewegt – Zukunftsfähige Dörfer im Dialog!“ konnten sich die rd. 100 Teilnehmenden über die erfolgreich eingesetzen Fördermittel informieren und der Frage nachgehen, welche positiven Effekte der europäischen Förderpolitik in unseren Dörfern zu spüren sind und wie Bürgerinnen und Bürger Einfluss nehmen können.

Mit dem LEADER-Regionalforum bekamen die in den Prozess eingebundenen Akteuren wie auch die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit hinter die „LEADER-Kulisse“ zu blicken: Welche Projekte entstehen mit Hilfe von LEADER? Was müssen Antragsteller beachten, welche Stolpersteine gibt es auf dem Weg zum Fördergeld?

„Antragsteller, die sich um eine Förderung für ihr Vorhaben bewerben möchten, müssen kreativ und mutig sein und einen langen Atem haben“, erklärt Maren Krämer vom LEADER-Regionalmanagement. Bis ein Projekt umgesetzt ist, gilt es diverse Hürden zu nehmen, insbesondere wenn es um die Vor- und Zwischenfinanzierung der Vorhaben geht.

„In unserer Region gibt es sehr lebendige Dorfgemeinschaften, die sich die europäischen Förderinstrumente zu nutze machen und die Gestaltung ihrer Dörfer selbst in die Hand nehmen“, freut sich Frau Krämer und berichtet von den Dorfläden in der Region, die durch bürgerschaftliches Engagement und LEADER-Mittel entstehen konnten.

Gäste des Regionalforums konnten sich an den „Marktständen“ der drei Dorfläden über ihr Entstehen und ihr Angebot informieren, regionale Produkte probieren und mit den Akteuren ins Gespräch kommen.

Neben der Daseinsvorsorge sind es vor allem Projekte aus dem Bereich Naherholung und Tourismus, die in der LEADER-Region angeschoben wurden, so z.B. die Neugestaltung des Strandterrassenplatzes in Steinhude, welche die Stadt Wunstorf dank der Fördermittell in Angriff nehmen konnte.

Ein Projekt, an dem Kinder und Jugendliche der Region beteiligt waren ist die Erweiterung der Straße der Kinderrechte, welche von den drei Kunstschulen aus Wedemark, Wunstorf und Neustadt vorgestellt wurde. In Zusammenarbeit von Künstlern mit Kindern und Jugendlichen sind insgesamt neun Kunstwerke in allen drei Kommunen entstanden.

Die Kunstwerke, die auf das Thema Kinderechte aufmerksam machen, sind nun in 9 Ortschaften der LEADER- Region zu besichtigen.

Der zweite Schwerpunkt des Abend drehte sich um die Frage, wie Europa den ländlichen Raum bewegt, welche Rolle die Europäische Region bei der LEADER-Förderung spielt und wie es in der nächsten Förderperiode weiter geht.

Zu diesem Zweck waren Experten eingeladen: Jens Mennecke, Referatsleiter im Nds. Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung skizzierte sehr anschaulich den Weg der Fördergelder von Brüssel über Niedersachsen bis in die LEADER-Regionen und den Diskurs der Mitgliedsstaaten bei der „Verteilung des Kuchens“.

Laut Mennecke werden in der kommenden Förderperiode zwar insgesamt weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, unwahrscheinlich ist jedoch, dass es in der Förderung der ländlichen Räume zu erheblichen Einbußen kommt.

Um die LEADER-Region Meer & Moor, ihre Menschen und Projekte persönlich kennen zu lernen, war auch die neue Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Dinah Stollwerck-Bauer, zum Regionalforum gekommen.

„Meine Unterstützung haben Sie!“, so Stollwerck-Bauer, die selbst jahrelang Bürgermeisterin in einer LEADER-Region war und von der LEADER-Methode überzeugt ist: Es geht um Kooperation und voneinander lernen, nur mit guten Partnern kann man wirklich was bewegen!

Zuletzt sprach Christine Karasch, Regionsrätin der Region Hannover und Dezernentin für Umwelt, Planen und Bauen auf der Schlossbühne.

„Die EU ist mehr als ein großer Geldtopf!“ betonte Karasch und führte den Zuhörenden einige Vorteile der europäischen Gemeinschaft vor Augen, die zur Gleichwertigkeit in den Lebensverhältnissen dank gemeinsamer Rechtsgrundlagen führt.

Die Region Hannover ist mit ihrer Stabsstelle für EU-Angelegenheiten und dem Regionalen Kofinanzierungsfonds (REKO) eine wichtige Stütze bei der Entwicklung der ländlichen Räume. Die Unterstützungs- und Beratungsangebote sollen in Zukunft noch weiter ausgesbaut werden, so Karasch.

„Wir müssen die Europäische Union näher zu den Menschen bringen“, darüber waren sich alle drei einig, und sprachen sich dafür aussprach, den europäischen Diskurs mit Bürgerinnen und Bürgern zu verstärken, um die Menschen zu motivieren, sich aktiv für ihre Heimat einzusetzen.

Im Gespräch an den Marktständen, mit musikalischer Unterstützung durch den Masithi-Chor aus Eilvese und am leckeren Buffet ließen die Akteure aus den drei Kommunen den Abend entspannt ausklingen.

„Es hat sich viel bewegt, die Region wächst zusammen“ bestätigt Christopher Schmidt von der LEADER-Geschäftsstelle  egen Ende der Veranstaltung.

Bei Fragen rund um LEADER wenden Sie sich an das Team des Regionalmanagements (maren.kraemer@sweco-gmbh.de, 0511/3407-262).

WCN/kk

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