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(Foto.:SPD Abteilung Wunstorf )
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SPD fordert u.a. Fahrradplan für Wunstorf

Wunstorf ist eine der besten Fahrradstädte in der Region Hannover. Die Stadt Wunstorf hat 2017 den Preis als fahrradfreundlichster Arbeitgeber erhalten

Wunstorf- 1. Beim Städteranking der Städte mit dem besten Fahrradklima belegt Wunstorf im Jahr 2012 den 17. Platz von 252 Städten und Gemeinden mit unter 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern 2. Die Menschen in Wunstorf sind gerne auf dem Rad unterwegs. Das Zeigen unter anderem die hohe Beteiligung beim jährlichen Stadtradeln und die vielen Fahrräder jeden Tag am Bahnhof und in der Innenstadt. Am Bahnhof wurden in den letzten Jahren mehr neue Stellplätze geschaffen, um die Attraktivität zu erhöhen, mit dem Rad zum Bahnhof zu fahren. Gerade dort zeigen sich aber auch die Probleme. Es gibt noch immer zu wenig Stellplätze. Die Wege in Wunstorf sind dazu auch nicht überall fahrradfreundlich, insbesondere dort, wie sich PKWs und Fahrräder die Fahrbahn teilen müssen. Dieser Umstand führt auch zu einem stoppenden und nicht fließenden Verkehr. Die SPD in der Wunstorfer Kernstadt hat sich intensiv mit dieser Problematik schon in den letzten Jahren beschäftigt und an vielen Punkten Verbesserungen geschaffen. Es zeigen sich aber noch viele Herausforderungen und neue Aufgaben, die gebündelt angepackt werden müssen. Aus diesem Grund hat die SPD einen Fünf-Punkte-Aktionsplan fürs Radfahren erstellt, der eine Leitschnur darstellt, um Wunstorf als fahrradfreundliche Stadt ganz nach vorne zu bringen.

1. Mehr Fahrradstellplätze am Bahnhof und in der Innenstadt 2. Direkte und schnelle Wege zum Bahnhof und in die Innenstadt 3. Sichere Fahrradwege und Fahrradschutzstreifen 4. Fahrradservice-und Verleihstationen 5. Aktionsplan für mehr Fahrradnutzung

1. Mehr Fahrradstellplätze am Bahnhof und in der Innenstadt
Die aktuelle Situation am Bahnhof zeigt, dass gerade in den Sommermonaten die zur Verfügung gestellten Stellplätze für Fahrräder nicht ausreichen. Es ist nötig, bei der nur noch begrenzt zur Verfügung stehenden Fläche über kreative Lösungen nachzudenken. Dies können zweigeschossige Bauten sein oder auch automatisierte Möglichkeiten in Form von Radtürmen. Auch in der Innenstadt sollten diese Lösungen geprüft werden, um das Besuchen der Innenstadt auch mit dem Fahrrad attraktiver zu machen.

2. Direkte und schnelle Wege zum Bahnhof und in die Innenstadt
Fahrradfahrer/Innen, die in die Innenstadt oder zum Bahnhof wollen, können beide Ziele nicht ohne ein häufiges Anhalten unter oftmals kritischen Verkehrssituationen erreichen. Hierzu ist es nötig, direkte sichere Wege als Schnellverbindungen zwischen und zu beiden Orten zu schaffen. Dazu müssen Wege überprüft werden und ggf. neue Regelungen getroffen werden. Zum Beispiel: Hindenburgstr.

3. Sichere Fahrradwege und auf Radfahrer ausgerichtete Verkehrsführung
Ein Teil der derzeitigen Radwege führen auf Hauptverkehrsstraßen parallel zum Autoverkehr und schafft so kritische Situationen für die Beteiligten im Straßenverkehr. Auch Kreuzungen, Einmündungen von Radwegen auf Verkehrsstraßen, fehlende oder missverständliche Markierungen und Verkehrsführungen, aber auch zu enge Fuß- und Radwege erzeugen potentiell gefährliche Situationen. Solche kritischen Verkehrspunkte müssen überprüft und beseitigt werden. Sichere Radspuren, breitere Fuß- und Radwege sind dabei nur kleine Lösungsmöglichkeiten. Auch hier müssen sichere und kreative Lösungen gefunden werden. Zum Beispiel: Industriestr., Kreisverkehr

4. Fahrradservice- und Verleihstationen
Auf sicheren Wegen sollten sichere Fahrräder fahren. Für kleinere und schnelle Reparaturen könnten an zentralen und gut erreichbaren Stellen Fahrradservicestationen aufgebaut werden, an denen Pumpstationen und Automaten mit Material vorhanden sind. Diese könnten von der Stadt in Zusammenarbeit mit lokalen Fahrradbetrieben geschaffen werden. Ein attraktives Fahrradverleihangebot, auch für die Nutzung von E-Mobilität und Lastenrädern in verschiedenen Ausführungen, schafft auch ein kurzfristiges Alternativangebot zur zweckmäßigen Mobilität und zur Erhöhung der Attraktivität als Tourismusstandort.

5. Aktionsplan für mehr Fahrradnutzung
Die bisherigen guten Aktionen der Stadt, wie zum Beispiel das jährliche Stadtradeln, sollten unbedingt fortgesetzt werden. Diese müssen in einen Gesamtplan eingearbeitet werden, um mehr Menschen in Wunstorf auf das Fahrrad zu bringen. Die Aktionen „Mit dem Rad zur Arbeit/Schule“ sind dabei gute Möglichkeiten. Hier ist ein Plan zu erstellen, der insgesamt das Fahrradfahren in der Stadt attraktiver macht. Bei der Entwicklung sollen Gruppen, die im Bereich Fahrrad aktiv sind, mit einbezogen werden. Beteiligung der Bürgerinnnen und Bürger unter dem Stichwort „Wunstorf – deine Fahrradstadt“ ermöglicht diesen in einem laufenden Prozess, ihre Ideen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge einzubringen und dass diese in den sich laufend weiter zu entwickelnden Aktionsplan Berücksichtigung finden können. Beispiel.: Ansprechpartner bei der Stadt oder Fahrradpaten ADFC

WCN/pb

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