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Foto: Johanniter / Tanja Quedenbaum
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Thomas Mähnert in Bundesvorstand berufen

Wunstorf – Gut 20 Jahre lenkte Thomas Mähnert die Geschicke des Landesverbands Niedersachsen/Bremen. Jetzt wurde er durch den Herrenmeister des Johanniterordens, Dr. Oskar Prinz von Preußen, zum neuen Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. ernannt. Er ist damit der erste hauptamtliche Bundesvorstand aus Niedersachsen.

Am 1. März trat der 56-jährige Diplom-Kaufmann und Diplom-Verwaltungswirt offiziell sein neues Amt an. Doch wird er während der Interimsphase bis zur Ernennung seines Nachfolgers die alte Funktion im heimischen Landesverband weiterhin wahrnehmen.

Seine berufliche Laufbahn bei den Johannitern startete der aus Bad Sachsa stammende Familienvater als kaufmännischer Leiter Im Landesverband. Im November 1995 wurde er hauptamtliches Mitglied des Landesvorstands. Unter Thomas Mähnerts Führung entwickelte sich die JUH in Niedersachsen/Bremen von einem quasi Sanierungsfall zum Musterverband. Es wurde ein flächendeckend strukturierter Vertrieb aufgebaut, der dann auch zum großen Erfolg und der Marktführerschaft im Hausnotrufsektor (Niedersachsen/Bremen) beitrug. Als erster Verband bundesweit wurde hier das Fuhrparkmanagement eingeführt – ein wichtiger Bereich für eine Organisation, die in vielen Tätigkeitsfeldern wie Rettungsdienst, Pflege, Menüservice mobil unterwegs ist. Mähnert baute eine eigene Struktur zur Mitgliedergewinnung und -bindung auf, die auch heute außerhalb des Landesverbands greift.

„Unser Konzept zurück an die Kirchtürme war ausschlaggebend“, sagt Thomas Mähnert. „Wir müssen uns nicht nur zentral, sondern auch an der Fläche orientieren und am eigentlichen Bedarf sowie den Bedürfnissen der Menschen. Überregional denken, aber regional handeln, wurde zu unserer Maxime!“ Dazu gehöre auch, konsequent auf strategische Kommunikation als wichtiges Führungsinstrument zu setzen. Jüngst zeichnete er noch für die „Mission Bevölkerungsschutz“ verantwortlich, die mit einer integrierten Ehrenamtsoffensive „Helden bitte melden“ auf sich aufmerksam macht. Bei diesem vielfältigen Thema setzt Mähnert auch auf einen Bürgerdialog, der durch eine Johanniter-Tour ab dem 1. April in über 20 Städten in Niedersachsen und Bremen verstärkt in Gang gesetzt werden soll.

Frische Ideen, offener Blick für die Wandlungen der Zeit und das Wissen um den Menschen prägen die Arbeit im Landesverband – dafür haben Thomas Mähnert und sein Team gesorgt.

Jetzt bringt er seinen Elan und die Innovationsfähigkeit im gesamten Bundesverband ein: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, äußert sich Mähnert zu seinem Wechsel nach Berlin. „Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist eine wunderbare Organisation mit vielen tollen Menschen. Ich bin jeden Tag neu beeindruckt und glücklich zugleich, erleben zu dürfen, mit welch hoher Kompetenz und mit welch großem Engagement sowie Erfindungsreichtum und ansteckender Fröhlichkeit sich Menschen für uns einsetzen.“ Auch wenn die neue Aufgabe eine große Herausforderung darstellt: Der Abschied wird nicht leicht sein – nach über 20 Jahren Kontinuität, Identifikation mit dem Landesverband und den dafür tätigen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern.

(WCN)