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Naturparkkino 2017: „Magie der Moore“

Wunstorf – Moore faszinieren die Menschen noch heute. Was macht die Magie dieser Landschaft aus? Dieser Frage ist der Regisseur Jan Haft nachgegangen: In fünf Jahren Drehzeit, an 500 Drehtagen und an 80 Drehorten schuf er ein schillerndes Kaleidoskop einer einzigartigen Flora und Fauna.

Termin: Sonntag, 12.2.2017 | 16 bis 17.30 Uhr
Treffpunkt: Naturpark Infozentrum Steinhude, Am Graben 4-6, (Scheunenviertel), 31515 Wunstorf – Steinhude
Eintritt: frei
Veranstalter: Naturpark Steinhuder Meer
Anmeldung: nicht erforderlich
FSK: frei

 

Über den Film

Wie kaum ein anderer Lebensraum birgt das Moor unzählige Geschichten: Seine Anziehungskraft und dunklen Mythen lassen uns erschauern, die Pracht seiner Artenvielfalt staunen. In MAGIE DER MOORE lenkt der renommierte Naturfilmer Jan Haft („Das grüne Wunder – Unser Wald“) den Blick auf eines unserer wichtigsten und schönsten Biotope. Im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten zeigt der Film einen Ort am Übergang zwischen Wasser und Erde, voller spannender Gegensätze. Neben Wölfen, die durch weiße Wollgrasbüschel ziehen, Kranichen, die im Bruchwald ihre Jungen füttern oder anmutig tanzenden Kreuzottern, erleben wir fleischfressende Sonnentau-Pflanzen und zierliche Moospflanzen, deren Sporen krachend explodieren. Ein filigranes Kunstwerk, das von der Natur in Jahrtausenden geschaffen wurde und das wir erst allmählich beginnen zu erforschen, zu verstehen – und zu bewahren.

In spektakulären Bildern stellt MAGIE DER MOORE einen der bekanntesten heimischen Lebensräume vor. In fünf Jahren Drehzeit schuf Regisseur Jan Haft ein schillerndes Kaleidoskop einer einzigartigen Flora und Fauna und zeigt ein sensibles Ökosystem, das es zu schützen gilt. Dabei kam modernste Kameratechnik zum Einsatz: Zeitlupenaufnahmen machen die schnellsten Bewegungsabläufe im Moor sichtbar. Zeitraffer erlauben dem Zuschauer einen neuen Blick auf scheinbar regungslose Pflanzen und präsentieren in faszinierenden Farbwechseln die Schönheit des Lebensraums Moor. Flugaufnahmen zeigen, wie sich Moore wie Inseln in unsere Kulturlandschaft einfügen und Makroaufnahmen werfen einen Blick auf die kleinsten Moorbewohner und ihre spannenden Geschichten. Zudem erfährt der Zuschauer, dass Moore gigantische CO2-Speicher und elementar für unser Klima sind.

Von 2010 bis 2015 war das international vielfach ausgezeichnete Filmteam an 80 Drehorten in Deutschland, Finnland, in der Tschechischen Republik, Schweden, Dänemark, Norwegen und der Slowakei schwer filmbaren Motiven auf der Spur. In tagelangen Tarnzeltaufenthalten und auf Pirschgängen mit der Kamera sammelten es mit den neuesten Filmtechniken über 250 Stunden Filmmaterial. Erzählt von Grimme-Preisträger Axel Milberg („Tatort“, „Hannah Arendt“) ist MAGIE DER MOORE eine erstaunliche Reise zu spektakulären Lebensformen, die auch ganz in unserer Nähe zu finden sind. eine wissenschaftlich exakte und emotional packende Einladung, die aufregenden Lebensformen unseres Waldes mit geschärftem Bewusstsein neu zu entdecken.

 

Über die Produktion

Zahlen, Daten, Fakten

  • 500 Drehtage mit F55, HDCamSR, Miro und WEISSCAM
  • 80 Drehorte in Deutschland, Finnland, der Tschechischen Republik, Schweden, Slowakei, Dänemark und Norwegen
  • 250 Stunden Filmmaterial
  • 550 Zeitraffer mit 10 digitalen Fotoapparaten
  • 1000 Zeitlupen mit WEISSCAM HS 2 und PHANTOM Miro
  • 10 Flugtage mit Cineflex, Oktokopter und mit dem Heißluftballon. Die Kombination dieser drei ermöglicht es, im Flug von „ganz nah“ bis „ganz total“ alle Bereiche des Moors zu jeder Jahreszeit aus der Luft zu zeigen
  • Tagelange Tarnzeltaufenthalte und Pirschgänge mit der Kamera (Kranichgeburt, Bären, Wölfe, Rehe, Kreuzottern etc.)

Neben Weitwinkel- und Teleobjektiven kamen Schnorchel– und Endoskop-Optiken zum Einsatz, zusätzlich Seilbahnen und selbst konstruierte Schienensysteme, auf denen motorbetriebene, ebenfalls selbst entwickelte Kameraschlitten in unterschiedlichen Geschwindigkeiten fahren konnten. Dies ermöglichte dem Team, das Geschehen im Zeitraffer, in Normalgeschwindigkeit oder auch in Zeitlupe von allen Seiten zu betrachten.

WCN