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Fastenzeit – was bedeutet das eigentlich?

Wunstorf – Die Christen fasten für gewöhnlich in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern, dieses Jahr also vom 01. März bis 15. April. Verzichteten Christen im Mittelalter noch auf Fett oder Eier, so sind es heutzutage oft Dinge wie soziale Medien oder Fernsehen, die in den Mittelpunkt des Fastens treten.

Erinnerung an die Passion Christi

Während der Fastenzeit ist es jeweils mittwochs und freitags verboten, Fleisch zu essen. Diese Regel rührt daher, dass Jesus an einem Mittwoch verraten und an einem Freitag gekreuzigt wurde. Durch den Verzicht soll man sich auch heute noch an seinen Leidensweg erinnern.

Ablauf

Die Nahrungsmenge in der Fastenzeit wird eingeschränkt, indem man sich auf eine große Hauptmahlzeit pro Tag beschränkt und zusätzlich noch zwei kleine Zwischenmahlzeiten zu sich nimmt.

In der katholischen Kirche sollen Gläubige zwischen 14 und 60 Jahren während der Fastenzeit auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen oder auch andere Genüsse (heutzutage oft Internet, Fernsehen, Computerspiele) verzichten.

Der Sonntag ist davon ausgenommen, da Jesus an einem Sonntag auferstanden sein soll. Wie streng das Fasten von den Gläubigen wirklich ausgeübt wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Fasten abhängig von der Glaubensstrenge

Streng gläubige Christen halten sich meist exakt an die Vorgaben, während sich viele z.B. nur auf den Verzicht auf Fleisch am Karfreitag beschränken.

Die Aktion „7 Wochen ohne“ ruft in der Fastenzeit stattdessen zu einem Verzicht auf verschiedene Genussmittel wie Süßes, Alkohol oder auch Fernsehkonsum auf. 2017 unter dem Motto: „Augenblick mal! – Sieben Wochen ohne Sofort“.

(WCN)